Die Elbe

Rolf Zuckowski: “Mein Fluss” Diashow ansehen hier klicken

Die Elbe ist 1165 km lang; sie entspringt in der Tschechischen Republik und fließt durch die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein und mündet bei Cuxhaven in die Nordseee. Die Elbe entspringt in 1500 m Höhe im Riesengebirge und hat ein Einzugsgebiet von 144000 Quadratkilometern.

Flora und Fauna: Die Elbe galt lange Zeit als einer der schmutzigsten Flüsse Europas. Die Wasserqualität litt erheblich durch die großen Mengen ungeklärten Wassers, welche in die Elbe geleitet wurden und viele Tier- und Pflanzenarten verschwanden.
Durch die innerdeutsche Grenze blieben jedoch große Teile des Flußlaufes in ihrer ursprünglichen Form erhalten und nach der Wende gelang es durch umfangreiche und aufwendige Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen viele Tiere und Pflanzen wieder anzusiedeln. So wurde zum Beispiel die Biberpopulationen gesichert und zu vergrößert, die Lachse kehrten bis in den oberen Flußlauf zurück und die Wollhandkrabbe ist wieder in den Gewässern der Elbe zu finden.
Heute gibt es unter anderem ein Abkommen zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik, welches dem Schutz der Elbe gilt und mit dessen Hilfe es gelang vor allem in der Tschechischen Republik und in den neuen Bundesländern zahlreiche neue Kläranlagen zu errichten.

Geschichte: Die Elbe ist seit langer Zeit Schiffahrtsweg , Handelsroute und natürliche Grenze. Schon die Römer drangen kurz vor Christi Geburt von Süden her bis an die Elbe vor. Es gelang ihnen jedoch nicht sie zu überqueren. Ab 600 n. Chr. bildete die Elbe die östliche Grenze des germanischen Siedlungsgebietes. Erst um 928/929 drangen die Truppen König Heinrichs über die Elbe vor und nahmen die Gebiete um Bandenburg und Meissen in Besitz. Um 1150 wurde die Elbe dann in ihrer gesamten Länge überschritten und sowohl vom Kaiser als auch der Kirche erschlossen.
Die Stellung als wichtigster Hafen hat seit jeher Hamburg inne. Von hier aus florierte seit dem 12. Jahrhundert der Handel Richtung Magdeburg und Pirna, ab dem 14. Jahrhundert noch weiter flussaufwärts bis nach Königsgrätz.
Ab 1819 ging man daran, die den Handel behindernden 47 Zollstellen zu reduzieren; nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 verschwanden sie völlig.
Vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zur Wiedervereinigung war die deutsch-deutsche Grenze teilweise mit dem Elbverlauf identisch.

Elbkinder im ZDF

lesen Sie mehr auf Nachrichten aus dem Elbkinderland